Im Browser ansehen
hr Religion und Kirche

Liebe Leserinnen und Leser,

im unterfränkischen Burgsinn haben am Montag 50 Schafe den Penny Markt gestürmt. Es war wie Schlussverkauf, alle wollten gleichzeitig rein. Jugendliche haben das gefilmt. Innen sah man, dass sich ein Kunde auf das Warentransportband an der Kasse geflüchtet hatte, wo er nun aufrecht saß und auf bessere Zeiten wartete. Die Schafe standen im Laden inzwischen dicht an dicht etwas ratlos herum und produzierten (insgesamt dauerte ihr Besuch 20 Minuten) zwangsläufig allerhand Hinterlassenschaften. Warum sich die Schafe vom Rest der Herde trennten, ist unklar. Vielleicht hielten sie die Einkauftasche eines Kunden für einen Kraftfuttereimer, mit dem sie gefüttert werden, mutmaßte der Schäfer. Aber bei den meisten war es der schlichte Herdentrieb: Sie liefen stumpf hinterher, um nicht den Anschluss zu verlieren. Erst später stellten sie fest, dass sie in einer Sackgasse gelandet waren.
So ganz frei vom Herdentrieb ist auch die Menschheit nicht. Wenn es irgendwo Schnäppchen gibt oder wenn falsche Hirten das Blaue vom Himmel versprechen, dann gibt’s auch unter Menschen Gedränge, um dabei zu sein. Und später dann vielleicht das böse Erwachen. Wobei die Bibel, die viel über Schafe und Hirten schreibt, immer ein Herz für die Schafe hat in ihrer Bedürftigkeit. Hart ins Gericht geht die Bibel dagegen mit den schlechten Hirten, den politischen Führern: "Die Schwachen habt ihr nicht gestärkt, das Kranke habt ihr nicht geheilt, das Verletzte habt ihr nicht verbunden, das Verlorene habt ihr nicht gesucht; mit Härte habt ihr sie niedergetreten und mit Gewalt." Das 34. Kapitel des Propheten Ezechiel liest sich da streckenweise wie ein politischer Kommentar.
Die Schafe von Burgsinn sind längst wieder bei ihrer Herde. Millionen haben über die Bilder gelacht – und sich vielleicht auch ihren Teil gedacht.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende! 

Herzlich,
Klaus Hofmeister, hr Religion & Kirche

Unsichere Zeiten – was die Zuversicht nährt 

hr1 am Sonntagmorgen | 11. Januar, 6 – 10 Uhr
Eine Person auf einem Steg am See im Handstand auf einem Arm
Der Mensch ist "Krisenakrobat". © Blake Weyland / Unsplash
Die Weltlage weckt nicht viel Zuversicht. Aber persönlich finden wir doch oft Gründe, zuversichtlich ins neue Jahr zu gehen. Menschen sind "Krisenakrobaten" und kommen mit den Unwägbarkeiten des Lebens meist ganz gut klar, sagt der Sozialpsychologe Stephan Grünewald. In der Sendung erkunden wir, ob man diese Fähigkeiten und diese Zuversicht auch auf das gesellschaftliche Leben übertragen kann. 

Besondere Zeiten: Sehnsucht nach Frieden (7/7) – Wie man Feindbilder schafft

Camino | hr2-kultur | Sonntag, 11. Januar, 11:30 Uhr
Camino | hr INFO | Sonntag, 11. Januar, 13:05 Uhr
Collage mit Charly Kirk, Christus am Kreuz und der Silhouette einer Person mit Schnellfeuerwaffe
Der im September erschossene rechtsnationale US-Aktivist Charlie Kirk. © ARD
"Wie man Feindbilder schafft" erzählt von der Entstehung der Propaganda aus dem Geist der Inquisition. Was einst in Rom begann, findet heute seine Fortsetzung in den sozialen Medien, denn Propaganda funktioniert längst nicht mehr nur über Kanzeln. Wie wird dieser Krieg um die Köpfe in der Religion geführt – und wer stemmt sich dagegen? 

Das Schweigen der Bischöfe – Missbrauch in der italienischen Kirche

Camino | hr2-kultur | Sonntag, 18. Januar, 11:30 Uhr
Camino | hr INFO | Sonntag, 18. Januar, 13:05 Uhr
Personen mit Masken bei der Krafreitagsprozession in den Straßen von Enna, Sizilien
Karfreitagsprozession im sizilianischen Enna © Imago / imagebroker
Auch in Italien haben katholische Geistliche in unzähligen Fällen Kinder sexuell missbraucht. Die Betroffenen verlangen Gerechtigkeit, doch der Wille zur Aufklärung ist bei Kirche und staatlichen Stellen nur schwach ausgeprägt. Wie kann das sein?

Die Story: Trump und die Tech-Giganten – Das Spiel um Macht

ARD Mediathek ab 12.01. | Das Erste: Montag, 12.01., 22:15 Uhr | hr fernsehen: Dienstag, 10.02., 22 Uhr
Portät der gestikulierenden Soziologin Brooke Harrington
Die US-Soziologin Brooke Harrington (Filmausschnitt) © Thomas Bresinsky
Die US-Tech-Giganten wie Elon Musk, Peter Thiel, Mark Zuckerberg oder Sam Altmann pflegen enge Kontakte zur neuen amerikanischen Regierung. Wirtschaft, Technologie und Politik verschmelzen in nie dagewesenem Ausmaß. Dabei geht es nicht nur um Deregulierung und große Investitionen, sondern auch um eine neue Vision der Zukunft. Diese Dokumentation stellt auch die Frage, welche Rolle die Religion zunehmend im Silicon Valley spielt und fragt: Wie groß ist der Einfluss der Tech-Elite unter Trump?

Pfarrerin aus Frankfurt Sachsenhausen kämpft gegen stille und einsame Beerdigungen

hr4 | Gemeindeporträt | Sonntag, 11. Januar, 8:40 Uhr
Sarg mit Blumenschmuck auf einem Friedhof
© AdobeStock / Hiro Sund
Pfarrerin Silke Alves-Christe von der Frankfurter Dreikönigsgemeinde setzt sich dafür ein, dass niemand ohne Begleitung beerdigt wird. Es ist ihr ein persönliches Anliegen, allen einen würdigen Abschied zu ermöglichen. Sie recherchiert im Umfeld der Verstorbenen und versucht, Weggefährten zu mobilisieren. Manchmal gelingt es, manchmal aber bleibt sie allein mit dem Sarg oder der Urne. 

Mobile Praxis an der Frankfurter Hauptwache – Simone hilft mit der Sozialen Tier-Not-Hilfe

YOU FM | Porträt | Sonntag, 18. Januar, ca. 9:15 Uhr
Simone streichelt einen schwarzen Hund am Bahnhofsplatz
Simone ist erste Vorsitzende der Sozialen Tier-Not-Hilfe Frankfurt © Selina Groß
Das Leben auf der Straße ist hart. Für viele ist das geliebte Haustier die einzige Stütze. Umso schlimmer, wenn es diesem schlecht geht und man aus finanziellen Gründen nicht helfen kann. Der Verein "Soziale Tier-Not-Hilfe Frankfurt" ist für viele die einzige Möglichkeit, ihr Tier medizinisch versorgen zu lassen. Einmal im Monat bauen Simone und ihr Team die mobile Praxis an der Frankfurter Hauptwache auf.

Service & Kontakt

Haben Sie Fragen, Wünsche, Anregungen?

Rufen Sie uns an:
Telefon: +49 69 155-3533
Kontaktieren Sie hr Religion und KircheZur hr Religion und Kirche Webseite, Podcasts, Manuskripte und Programmvorschau

Hessischer Rundfunk
Anstalt des öffentlichen Rechts
Bertramstraße 8
60320 Frankfurt
Deutschland
Telefonnummer: +49 69 155-5111
E-Mail: hzs@hr.de

Umsatzsteuer-ID: DE 114110440

Gesetzlicher Vertreter:
Florian Hager (Intendant)
Bertramstraße 8
60320 Frankfurt
Deutschland

Inhaltlich Verantwortlicher i.S.v. § 18 Abs. 2 MStV:
Julia Krittian (Programmdirektorin)
Bertramstraße 8
60320 Frankfurt
Deutschland

Aufsicht
Die beiden zuständigen Aufsichtsgremien des Hessischen Rundfunks sind der Rundfunkrat und der Verwaltungsrat. Der Hessische Rundfunk unterliegt der Rechtsaufsicht des Landes Hessen, die von der Hessischen Staatskanzlei wahrgenommen wird.
Datenschutz
Falls Sie den hr Religion und Kirche Newsletter nicht mehr erhalten möchten, klicken Sie bitte hier.