23.02.2024 Liebe Leserinnen, liebe Leser,
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hr Religion und Kirche
23.02.2024

Liebe Leserinnen und Leser,

es war der wichtigste Beschluss des Synodalen Weges in Deutschland. Nun steht er auf der Kippe: Im Herbst 2022 beschlossen Bischöfe und Laien in Frankfurt, dass ein "Synodaler Rat" eingerichtet werden soll. Ein aus Laien und Bischöfen bestehendes Gremium, wo alle wichtigen Belange der katholischen Kirche in Deutschland gemeinsam beraten und entschieden werden. Damit wäre die Mitbestimmung von Laien auf Dauer gestellt worden. Doch der Widerstand aus Rom war massiv.
Schon beim "Ad-Limina-Besuch" der Bischöfe in Rom im November 2022 drängte der Vatikan auf ein Moratorium dieses Vorhabens, weil es die absolute Autorität der Bischöfe beschädige. Die Bischöfe widersetzten sich, es gab die konstituierende Sitzung eines Synodalen Ausschusses zur Vorbereitung des Synodalen Rates im November 2023. Nun aber hat der Vatikan das ganze autoritativ unterbunden und mit einem Brief zwei Tage vor der Frühjahrsvollversammlung den entsprechenden Tagesordnungspunkt von der Agenda gefegt, wo eine Satzung beschlossen werden sollte.
Die Frustration ist groß. Rom hat Fakten geschaffen, aber vorher nicht einmal das Gespräch mit dem Präsidium des Synodalen Weges gesucht. Auch die deutschen Bischöfe warteten monatelang auf Gesprächstermine. Ein reines Machtspiel. Das begleitet ist von einem Trommelfeuer ungerechter und unfairer Anwürfe, die deutschen Reformbischöfe wollten einen Bruch, stünden nicht loyal zur Weltkirche usw.
Die Diagnose ist bitter: auf der einen Seite die "Gläubigen", die laut Kirchenmitgliedschaftsstudie zu 90% Reformen wollen. Und auf der anderen Seite eine Weltkirchenleitung, die jeglichen Wandel torpediert und das Bemühen deutscher Bischöfe untergräbt, Vertrauen und Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen. Man bleibt sprachlos zurück. So verfahren war die Situation schon lange nicht mehr. Wir berichten darüber in der Sendung Himmel und Erde am Sonntag.

Herzlich,
Ihr Klaus Hofmeister
hr Religion & Kirche

Keine Alleingänge? – Vom Wert des Alleinseins und der Lust an der Gemeinschaft

hr1 am Sonntagmorgen | 25.02., 6 – 10 Uhr
Rückenansicht eines Hundes und einer Frau, die nebeneinander vor einem Gewässer sitzen
Das Bedürfnis nach Nähe ist so individuell wie die Menschen © Sven Lachmann/Pixabay
"Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei..." – so heißt es in der Bibel. Die Fastenaktion "Sieben Wochen ohne" der evangelischen Kirche ruft entsprechend dazu auf, in diesen Wochen auf Alleingänge zu verzichten, mehr die Gemeinschaft zu suchen, Brücken zu schlagen zu Mitmenschen, zu sich selbst, zu Gott.  
Worin liegt eigentlich der besondere Wert der Gemeinschaft und des Zusammenseins mit anderen? Gemeinschaften sind oft stärkend und helfend. Und trotzdem brauchen wohl alle Menschen auch mal Zeiten des Alleinseins. Es gibt introvertierte Menschen, für die es Stress bedeutet, zu sehr ins Gruppengefühl eintauchen zu müssen. Aber wann schlägt Allein-Zeit in Einsamkeit um? 

"Ich hoffe auf keine neuen Opfer von mir" – Gewalttäter sprechen mit Betroffenen

hr2 Camino | Sonntag, 25.02., 11:30 Uhr
Blick in ein Zimmer der JVA in Bielefeld: zwei Männer sitzen im Gespräch am Tisch, an der Tür das Schild "Srechraum Sozialdienst"
Sozialdienst in der JVA Bielefeld-Brackwede © Imago/teamwork
In der größten Justizvollzugsanstalt Deutschlands treffen Häftlinge auf Betroffene von Gewalttaten. Hier bekommen Opfer die Möglichkeit, den Tätern über ihre traumatischen Erfahrungen zu berichten. Ein Ziel solcher Täter-Opfer-Kreise ist es, das Bewusstsein der Gefangenen für die Folgen ihrer Straftaten zu stärken. 

Der Pfarrer mit dem Bagger – Wie ein Dorf im tschechischen Adlergebirge wieder aufblüht

hr2 Camino | Sonntag, 03.03., 11:30 Uhr
Ein Feldweg im Grünen Hügelland, der auf die Kirche Mariä Himmelfahrt zuführt; das Kirchendach besteht zum Teil aus Glas
Die Kirche Mariä Himmelfahrt von Neratov © Palickap/Wikimedia Commons
Als Pfarrer Josef Suchar nach Neratov kam, lag der letzte Pilgergottesdienst im Ort viele Jahrzehnte zurück. Die barocke Wallfahrtskirche im früheren Sudetengebiet wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört. Aber Pfarrer Suchar hatte seinen Werkzeugkoffer dabei – und setzte eine Entwicklung in Gang, über die Tschechien heute als "Wunder von Neratov" staunt.

Zu gut für die Tonne – Lebensmittel in Wiesbaden teilen, statt wegwerfen

hr4 Gemeindeporträt | Sonntag, 25.02., 08:40 Uhr
verschiedene Gemüsesorten in einer Foodsharing-Station; im Vordergrund eine Box mit grünen Bohnen und der Aufschrift "Foodsharing"
Vor der Mülltonne gerettete Lebensmittel an einem "FairTeiler" © picture alliance/Daniel Karmann
Viele Lebensmittel, die nach Ladenschluss in den Supermärkten aussortiert werden, sind noch gut. Und manchmal liegt vor dem Urlaub noch zu viel im eigenen Kühlschrank. Seit über zehn Jahren macht sich die Foodsharing-Bewegung dafür stark, solche Lebensmittel zu retten und weiterzugeben. In Wiesbaden kooperieren die Lebensmittelretter jetzt mit der katholischen Gemeinde St. Peter und Paul. Der kirchliche "FairTeiler" in einem Metallspind vor St. Hedwig ist beliebt, dort finden viele Begegnungen statt. 

"Am I Enough" – Der richtige Song für alle Selbst-Zweifler da draußen

YOU FM | Sonntag, 25.02., ca. 9:15 Uhr
Sängerin Loi mit vier Background-Sängerinnen bei einem Auftritt in Leipzig
Sängerin Loi 2023 © picture alliance/dpa|Hendrik Schmidt
"Bin ich genug? Ich hab das Gefühl, die anderen sind besser und ich bin nicht okay." Vielen singt Loi damit aus der Seele. Diese Angst, nicht gut genug zu sein: Egal ob im Job, in der Beziehung oder vor der eigenen Familie. Lois Message macht allen Selbst-Zweiflern Mut: Ich bin stark und gut genug!



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