1,5 Milliarden Euro hat die
Sanierung der Riedbahn gekostet. Fragt man jedoch Bahnkunden, hat sich
dadurch nur wenig verbessert: "Immer noch unpünktlich. Immer Warterei. Immer schlecht", sagt zum Beispiel Thomas Mitlewski, der die Strecke als Pendler gut kennt. "Man muss halt immer mit Verspätungen rechnen", ergänzt ein anderer Bahnkunde: "Nicht einmal die Woche, sondern fast jeden Tag." Auch ein Lokführer, der auf der Riedbahn fährt und anonym bleiben möchte, schreibt dem hr, dass es
bei der Pünktlichkeit kaum Verbesserungen gebe.
Mitschuld daran seien Fernverkehrszüge vor allem aus dem Raum Köln und Frankfurt, die einiges an Verspätung mitbrächten. Dieser Rückstand lasse sich auf der Riedbahn bislang nicht aufholen und wirke sich auf den Regionalverkehr aus.
Julian Fassing, der Projektleiter für die Generalsanierung der Riedbahn, sieht das anders. "Wir haben einen stabileren und deutlich pünktlicheren Regionalverkehr", betont er. Die Regionalzüge seien zuletzt zu 81 Prozent pünktlich gewesen. Vor einem Jahr habe die Quote bei 59 Prozent gelegen, also 20 Prozentpunkte niedriger.