Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte einen angeblich
zu hohen Krankenstand in Deutschland kritisiert. Nun hat sich die Krankenkasse DAK die Zahlen für Hessen angeschaut. Das Ergebnis: DAK-versicherte Beschäftigte waren
2025 durchschnittlich an 20,4 Kalendertagen krankgeschrieben – 2024 sah es genauso aus. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 19,5 krankheitsbedingten Fehltagen pro Kopf.
Merz zufolge ist vor allem die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung ein Grund dafür. Aus diesem Grund würde er sie gerne abschaffen.
Die DAK sieht das anders. Hessens DAK-Landeschefin Britta Dalhoff würde eher
woanders ansetzen: "Gute Arbeitsbedingungen und eine starke Unternehmenskultur sind zentrale Hebel, um den Krankenstand zu senken." Chronischer Zeitdruck, ständige Arbeitsunterbrechungen oder Überforderung dagegen seien dem Bericht zufolge kontraproduktiv.