|
Liebe Leserinnen und Leser,Respekt und Bedauern hat der Limburger Bischof Georg Bätzing geerntet für seinen Entschluss, nicht erneut für das Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz zu kandidieren. Und das über die Konfessionsgrenzen hinweg. Die evangelische Bischöfin aus Hamburg und EKD-Ratsvorsitzende Fehrs schrieb, eine lange vertrauensvolle Zusammenarbeit verbinde sie mit Georg Bätzing, in der sie "wichtige Fragen von Kirche und Gesellschaft im guten ökumenischen Miteinander" beraten hätten. Auch der bayerische evangelische Bischof Kopp, der in der EKD für die Kontakte zur katholischen Kirche zuständig ist, reagierte mit großem Bedauern. Bätzing sei "mit seiner feinen Art und in seiner vermittelnden Funktion ein wichtiger Wegbereiter, nicht nur in der römisch-katholischen Kirche, sondern auch in der Ökumene" gewesen.
Sechs Jahre lang stand Bätzing an der Spitze der katholischen Kirche in Deutschland. Der 64-jährige hatte sich im Richtungsstreit über Reformen klar auf die Seite der Reformer gestellt. Entsprechend erklärte die Bewegung "Wir sind Kirche", Bätzings Rückzug sei ein herber Rückschlag für Reformen. Irme Stetter-Karp, die Vorsitzende der katholischen Laienbewegung ZdK nannte Bätzing einen "mit Augenmaß agierenden, zugleich zukunftsorientiert vorangehenden Vorsitzenden".
Womöglich aber hat Bätzing für diesen Kurs nicht genügend Rückhalt unter seinen Brüdern im Amt gespürt. Dass er klare Gegner hatte, ist bekannt. Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller, auch er mit Limburger Wurzeln, spricht von "Königsmördern" in der Bischofskonferenz.
Somit endet demnächst eine Zeit, in der – nach dem Mainzer Kardinal Lehmann – wieder ein hessischer Bischof an der Spitze der Konferenz stand. Ende Januar wird in Würzburg der Nachfolger gewählt. Und wer weiß, vielleicht wird es ja einer mit zumindest hessischen Wurzeln. Wir halten Sie in unseren Programmen auf dem Laufenden.
Ihr Lothar Bauerochse hr Religion & Kirche
|
|
|
|
|
Hilft jetzt nur noch ein Wunder? | hr1 am Sonntagmorgen | 25. Januar, 6 – 10 Uhr |  Sind wir noch zu retten? © Adobe Stockfoto | In Zeiten politischer Krisen und Kriege, angesichts des Klimawandels und Neoimperialismus kann man schon mal den Gedanken haben: Uns kann nur noch ein Wunder retten. Doch was ist ein Wunder eigentlich? In der katholischen Kirche gibt es Regeln dafür, was ein Ereignis mit sich bringen muss, um als Wunder eingestuft zu werden. Für uns persönlich ist ein Wunder oft eine unerwartete Wendung in einer Krise. Wunder gibt es – und auch immer wieder.
| |
|
|
|
Die Welt besser zu machen, ist eine Pflicht: Erika Freeman – Ein jüdisches Jahrhundertleben | Camino | hr2-kultur | Sonntag, 25. Januar, 11:30 Uhr
Camino | hr INFO | Sonntag, 25. Januar, 13:05 Uhr
|  Erika Freeman ermutigt junge Menschen © Imago Images | Als 12-Jährige flüchtet Erika Freeman allein aus Wien vor den Nationalsozialisten zu Verwandten nach New York. Niemand glaubt ihr dort, was sie erlebt hat. Erika kommt in ein Waisenhaus. Als promovierte Psychoanalytikerin macht sie später Karriere, berät Politikerinnen und berühmte Künstler. Mit 98 Jahren lebt sie heute wieder in Wien und gibt jungen Menschen mit, mutig zu sein und Gutes zu schaffen.
| |
|
|
|
Toxische Beziehung – Nicht alles, was uns anzieht, ist auch gut für uns | YOU FM | Songcheck | Sonntag, 25. Januar, ca. 9:15 Uhr |  Der Sänger Teddy Swim bei einer Preisverleihung © picture alliance dpa|PA Wire |Ian West | Den Begriff "toxische Beziehung" kennen wir – aber wie kann sowas aussehen? Im Song: "Gone Gone Gone" von Teddy Swims geht’s um so eine Beziehung. Und darum, dass man nicht miteinander kann, aber irgendwie auch nicht ohne einander. | |
|
|
|
Dreck der Landstraße – Jenische in der Schweiz | Camino | hr2-kultur | Sonntag, 1. Februar 11:30 Uhr
Camino | hr INFO | Sonntag, 1. Februar, 13:05 Uhr
|  Der Jenische Hans Nobel aus der Schweiz während eines jenischen Kulturfestes. © dpa/picture alliance | Felix Kästle | Jenische sind heute eine anerkannte Minderheit in der Schweiz. Doch in den 1920er-Jahren wurden die Mitglieder dieser Gemeinschaft von Fahrenden als unerwünscht betrachtet und gedrängt, sesshaft zu werden. Das Projekt "Kinder der Landstraße" zielte auf die Beseitigung der jenischen Minderheit: Kinder wurden ihren Familien entrissen und wuchsen in Heimen oder Pflegefamilien auf, entwurzelt von ihrer Kultur. Viele Eltern sahen ihre Kinder nie wieder. Das brachte der Schweiz den Vorwurf des kulturellen Genozids ein. Ein Bericht vom Lebensschicksal einiger dieser Kinder. | |
|
|
|
Welch ein Leben – Wiesbadener Chor probt Niemöller-Musical | hr4 | Gemeindeporträt | Sonntag, 25. Januar, 8:40 Uhr |  Der Theologe Martin Niemöller 1956 © epd-Bild/Hans Lachmann | Der Gospelchor "Spirit and Soul" probt ein Musical über Martin Niemöller. "Welch ein Leben" ist der treffende Titel, denn es geht um einen Weg, der vom U‑Boot‑Kommandanten zum Pazifisten führte, vom deutschnationalen Antisemiten zum Widerstandskämpfer und KZ‑Häftling. Niemöller ist 1984 in Wiesbaden gestorben. Das Musical will kein Denkmal sein, passt jedoch als hochaktuelle Botschaft gut in unsere Zeit. | |
|
|
|
Nils hat einen Klimahof und kümmert sich um Umweltschutz | YOU FM | Porträt | Sonntag, 1. Februar ca. 9:15 Uhr |  Das Thema Umwelt ist Nils wichtig © Heike Lyding | Drei Freunde, ein Hof und eine große Idee: Landwirtschaft neu denken. Während viele junge Menschen in die Stadt ziehen, ist Nils mit seinen Freunden aufs Land gegangen. Ihr Ziel: Landwirtschaft für die Zukunft. Auf dem Hof Tolle bei Kassel wird ausprobiert, gepflanzt und gelernt. Für die Umwelt. Und natürlich für die Menschen. | |
|
|