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Februar 2026
Liebe Freunde des hr-Sinfonieorchesters,
haben Sie einmal beobachtet, worauf sich Ihr Blick richtet, wenn Sie im Konzert sitzen? Ist es der Dirigent oder die Dirigentin im Mittelpunkt? Versuchen Sie, die einzelnen Stimmen innerhalb der Instrumentengruppen zu identifizieren oder lassen Sie Ihren Blick einfach über das Orchester schweifen, das wie ein großer Schwarm gemeinsam die Musik zum Erklingen bringt?
»cresc…« – die vom hr-Sinfonieorchester gemeinsam mit dem Ensemble Modern ausgerichtete »Biennale für aktuelle Musik Frankfurt Rhein-Main« – widmet sich in der diesjährigen Ausgabe eben jenen »Schwärmen« und beleuchtet das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Im Konzert am 6. Februar, das die beiden »Festival-Orchester« gemeinsam präsentieren, untersuchen wir, wie individuelle Klänge sich zu einem musikalischen »Superorganismus« entwickeln. Und am darauffolgenden Tag steht mit Steve Reichs »The Desert Music« eines der monumentalsten Werke der amerikanischen Minimal Music auf dem Programm.
Im weiteren Verlauf des Februar nehmen wir Sie dann mit zurück auf eine Zeitreise durch die Musikgeschichte – unsere »Artists in Residence« Lucas & Arthur Jussen kommen mit Benjamin Brittens »Scottish Ballad« (1941) in den hr-Sendesaal, in der Alten Oper dirigiert Alain Altinoglu Auszüge aus dem »Sommernachtstraum« (1843) von Felix Mendelssohn Bartholdy und Philippe Herreweghe kontrastiert Schuberts »Unvollendete« (1822) mit Bachs 2. Orchestersuite (1738).
Egal für welche Epoche Sie am meisten »schwärmen« – wir freuen uns in jedem Fall auf Sie im Konzert!
Ihr
Michael Traub
hr-Musikchef
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 | Der französische Dirigent Sylvain Cambreling © Marco Borggreve |
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Inspiriert vom gleichnamigen biologischen Konzept, überträgt der tschechische Komponist Miroslav Srnka in seinem Orchesterwerk »Superorganism« das komplexe Zusammenspiel von Individuen in einem Kollektiv auf das Orchester. Beim gemeinsamen Konzert mit dem Ensemble Modern am 6. Februar in der Stadthalle VILCO in Bad Vilbel stehen außerdem Werke von Rebecca Saunders und Conlon Nancarrow auf dem Programm.
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 | Experte für Zeitgenössisches – der Dirigent Brad Lubman © Peter Serling |
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Bei einer »Biennale für aktuelle Musik« darf eine Uraufführung natürlich nicht fehlen. Für das Konzert im hr-Sendesaal am 7. Februar hat die litauische Komponistin Justė Janulytė ein neues Werk geschaffen, für das sie sich von ihrer Faszination für Vogelschwärme hat inspirieren lassen. Ähnlich schwärmend klingt auch die rhythmisch repetitive »Desert Music« von Steve Reich, die mit ihrer großen Orchester- und Chorbesetzung dem Label »Minimal Music« so gar nicht gerecht zu werden scheint. |
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 | Unsere »Artists in Residence« Lucas & Arthur Jussen © Marco Borggreve |
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Sowohl der Dirigent Oscar Jockel als auch die beiden Pianisten-Brüder Lucas & Arthur Jussen sind gerade einmal 30 Jahre alt und dennoch bereits etablierte Persönlichkeiten auf den Konzertbühnen Europas. Ihre gemeinsamen Stärken präsentieren sie am 12. und 13. Februar im hr-Sendesaal mit Werken von Schubert, Britten, Debussy und Skrjabin sowie einer Eigenkomposition des Dirigenten. Beide Abende sind bereits ausverkauft, wir übertragen jedoch das zweite Konzert live im Radio bei hr2-kultur sowie als Videostream auf unserer Homepage, bei YouTube und Facebook. |
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 | Kammermusikalisch begabt – der junge Richard Strauss © hr-Grafik |
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»Kammermusikalische Exzellenz« – so titelte die Lokalpresse im Vogelsbergkreis erst vor wenigen Tagen nach dem Konzert unseres Kammermusikensembles in Lauterbach. Das dort gespielte Programm mit reizvollen Werken für Klavier und Streicher von Franz Schubert und Richard Strauss präsentieren die vier Musiker*innen nun auch am 15. Februar im hr-Sendesaal.
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 | Chefdirigent Alain Altinolgu im Jungen Konzert © PhotoWerk |
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In diesem jungen Konzert am 19. Februar in der Alten Oper Frankfurt dreht sich alles um Felix Mendelssohn Bartholdy, den »Mozart des 19. Jahrhunderts«. Mit gerade einmal 17 Jahren komponierte er seine Konzertouvertüre »Ein Sommernachtstraum« und knapp 15 Jahre später erweiterte er das Stück zu einer abendfüllenden Schauspielmusik inklusive des weltbekannten »Hochzeitsmarschs«.
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 | Die amerikanische Cellistin Alisa Weilerstein © Marco Borggreve |
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Auch am 20. Februar steht die Musik aus »Ein Sommernachtstraum« in der Alten Oper im Mittelpunkt. Kontrastiert wird sie hier jedoch vom hoch sensitiven Cellokonzert unserer Fokus-Komponistin Unsuk Chin, dargeboten von unserer ehemaligen »Artist in Residence« Alisa Weilerstein, einer weltbekannten Verfechterin des zeitgenössischen Repertoires. |
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 | Eine Kulturhochburg in Mittelhessen – die Stadt Alsfeld © Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld |
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Mit drei Schätzen der Streichquartett-Literatur im Gepäck reist das Hába Quartett am 22. Februar ins mittelhessische Alsfeld. Neben Hugo Wolfs leichtfüßiger »Italienischer Serenade« und Haydns »Quintenquartett« steht auch das herrliche 2. Streichquartett von Alexander Borodin auf dem Programm, welches der russische Komponist einst seiner Frau gewidmet hat. |
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 | Bach im Herzen – der Dirigent Philippe Herreweghe © Wouter Maeckelberghe |
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Selbst unter langjährigen Konzertgängern sorgt die widersprüchliche Nummerierung der späten Sinfonien Franz Schuberts durch die Musikforschung teilweise immer noch für Verwirrung. Nachdem unser Orchester unter Kent Nagano erst letzten Monat die »Große C-Dur-Sinfonie« aufgeführt hat, präsentiert Philippe Herreweghe am 26. und 27. Februar im hr-Sendesaal nun die einige Jahre zuvor entstandene »Unvollendete«. Abgerundet wird das attraktive Programm durch Werke von Johann Sebastian Bach. Das zweite der beiden ausverkauften Konzerte übertragen wir einmal mehr im Video-Livestream und auf hr2-kultur. |
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