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hr Religion und Kirche
05.03.2026

Liebe Leserinnen und Leser,

ich bin immer wieder fasziniert und voller Staunen darüber, was für Spezialisten es auf dieser Welt gibt und welch erstaunliches Weltwissen sie für uns bergen. In dieser Woche habe ich von Dendrochronologen gelesen. Sie beschäftigen sich mit Bäumen und ihren Jahresringen und bauen Datenbanken auf, die zum Teil Jahrtausende zurückreichen. Und so konnten uns diese Spezialisten jetzt mitteilen, aus welchem Holz die meisten Stradivaris geschnitzt sind. Die sind ja im Durchschnitt auch schon mehr als 200 Jahre alt. Aber weil auch ihr Holz die Ringe der Jahre und Jahrhunderte zeigt, kann man sie "fast wie einen Strichcode" auslesen – bzw. eben jene bewundernswerten Spezialisten können das.

Und die haben nun anhand von 275 Stradivaris nachweisen können, dass der berühmte Geigenbauer offenbar gerne Fichtenholz aus dem Fleimstal in den Dolomiten verwendete. Dort waren kürzlich die Winter-Olympioniken unterwegs. Das Holz von dort ist bis heute beliebt bei Geigenbauern. Allmählich gehen die Bestände schon zur Neige, auch nachdem ein Orkan viele Stämme knickte. Aber damals war es im Fleimstal offenbar kalt und es gab wenig Sonnenschein. Die Fichten wuchsen langsam und gleichmäßig – und bescherten den inzwischen berühmten Instrumenten einen besonderen Klang.

Und wie gesagt, dass es Menschen gibt, die sich nicht nur über diesen Wohlklang freuen, sondern uns auch noch erzählen können, wo der Baum dafür wuchs und wie es ihm damals ging, das gehört zu der Sorte Nachrichten, über die ich mich freuen kann. Und so wünsche ich Ihnen auch immer wieder staunenswerte Entdeckungen – vielleicht ja auch in einem unserer Programme in Radio und TV.

Herzlich,
Lothar Bauerochse
hr Religion & Kirche

Wecke deine Lebensgeister!

hr1 am Sonntagmorgen | 8. März., 6 – 10 Uhr
blaue Krokusse
© Tinas Naturepics/Pixybay
Ein paar Tage Sonne und wir spüren: Die Lebensgeister sind wieder da! Alles scheint von neuer Energie durchdrungen. Doch wie lassen sich die Lebensgeister wecken, wenn uns die Natur nicht so kraftvoll zu Hilfe kommt? Wo sind die Quellen unserer Kraft, wenn es draußen und drinnen eher dunkel ist? 

Die erste jüdische Bundesministerin: Karin Prien

hr2-kultur | Jüdische Welt | Freitag, 6. März, 14 – 14:30 Uhr
Karin Prien während des CDU-Bundesparteitages
Karin Prien auf dem CDU-Bundesparteitag © picture alliance/dpa/Kay Nietfeld
Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland ist stolz: Die neue Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien ist jüdischer Herkunft. Prien will den Kampf gegen Antisemitismus verstärken. Zudem wirbt sie für eine differenziertere Israel-Debatte und bringt eine neue Note ins Bundeskabinett. Wie stehen die jüdische Community, Weggefährten und Kritiker dazu?

Sei laut! Wachse! Lass dich berühren – Jesus als Weisheitslehrer

Camino | hr2-kultur | Sonntag, 8. März, 11:30 Uhr
Camino | hr INFO | Sonntag, 8. März, 13:05 Uhr
Letztes Abendmahl, Glasmalerei in der Votivkirche in Wien
Letztes Abendmahl, Glasmalerei in der Votivkirche in Wien © Imago/Zoonar
Speakerinnen und Coaches für mentale Gesundheit, Psychologie und Lebenshilfe füllen Hallen. Eignet sich der Begründer des Christentums, Jesus von Nazareth, für heutige Menschen, die auf der Suche nach Weisheit und gelingendem Leben sind, als spiritueller Lehrer?

hr2 Doppelkopf – Am Tisch mit Hartmut Rosa, Soziologe

hr2-kultur | Doppelkopf | Dienstag, 10. März, 12:04 Uhr
Porträt von Hartmut Rosa
Hartmut Rosa © Jürgen Bauer/Suhrkamp Verlag
Hartmut Rosa gehört zu den bekanntesten Soziologen Deutschlands. In seinem neuesten Buch beschäftigt er sich mit dem Phänomen, dass wir immer häufiger den "Spielraum" verlieren, Schritt für Schritt geben wir die Autonomie über unser Leben ab. Welche psychischen Folgen hat das?

"Bei uns liegen Sie richtig!" – Begräbniskultur auf dem Wiener Zentralfriedhof

Camino | hr2-kultur | Sonntag, 15. März, 11:30 Uhr
Camino | hr INFO | Sonntag, 15. März, 13:05 Uhr
ein Reh vor einem Grabstein auf dem Wiener Zentralfriedhof
Zentralfriedhof Wien © picture alliance/dpa/APA | Georg Hochmuth
Wer verstehen will, wie Wienerinnen und Wiener über das Leben, über Glauben und Vergänglichkeit denken, findet Antworten an einem ganz besonderen Ort: dem Wiener Zentralfriedhof. Hier lässt sich beobachten, wie sich Begräbniskultur zwischen katholischer Tradition und zunehmender Säkularisierung verändert.

Doppelkopf – Am Tisch mit Rainer Mühlhoff, KI-Ethiker

hr2-kultur | Doppelkopf | Dienstag, 17. März, 12:04 Uhr
Porträt von Rainer Mühlhoff
Rainer Mühlhoff © Felix Noak 
Wenn die Tech-Giganten aus dem Silicon Valley über KI reden, geizen sie nicht mit Superlativen. Künstliche Intelligenz wird als die Lösung aller Menschheitsprobleme angepriesen. Hinter diesen Erzählungen stehen nicht nur handfeste ökonomische Interessen, sondern auch gefährliche Ideologien, die wenig mit Demokratie und Wohlstand für alle zu tun haben, warnt der KI-Ethiker Rainer Mühlhoff. 

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