Auch diese Geschichte war hier bereits Thema, und erneut geht es um mehrere Millionen Euro, die man gerne zurück hätte: Ein Mitarbeiter der Stadt
Raunheim (Groß-Gerau) hatte über
zwei Millionen Euro Provision kassiert – zusätzlich zu seinem Gehalt. Dies geschah dafür, dass er, wie es seine Jobbeschreibung vorsieht, Grundstücke der Stadt verkaufte. Die Stadtverordnetenversammlung möchte das Geld zurück; Bürgermeister David Rendel (SPD) ist dagegen, da er rechtliche Probleme befürchtet.
Gestern stimmte eine Mehrheit der Stadtverordneten aus CDU, Grünen und WsR
erneut für die Rückzahlungsforderung. Rendels Parteifreund und SPD-Fraktionsvorsitzender Giorgio Nasseh vermutet hinter dem Antrag Wahlkampftaktik. CDU, Grüne und WsR wiesen diesen Vorwurf zurück. Bürgermeister Rendel hat nun 14 Tage Zeit, Widerspruch einzulegen. Es kann also noch bis nach der Kommunalwahl am 15. März dauern, bis die Raunheimer wissen, wie es mit der Millionen-Provision weitergeht.