Fußballfanclubs sind nicht dafür bekannt, besonders freundschaftlich miteinander umzugehen. Eigentlich ist eher das Gegenteil der Fall. Doch
gestern Abend herrschte beim
Champions-League-Spiel im Waldstadion in Frankfurt große Harmonie zwischen den Fangruppen der teilnehmenden Mannschaften: Die Fans von
Eintracht Frankfurt begrüßten die Gäste von
Atalanta Bergamo aus Italien mit einem italienischen Banner, während die Italiener mit schwarz-weißen Schals zurückgrüßten. Doch woher diese Harmonie?
Die Freundschaft geht auf die Jahrtausendwende zurück, als der Kontakt zwischen den Fans rund um die Frankfurter Ultras und den Atalanta-Gruppen über private Freundschaften zur Ultra-Gruppierung "Verrückte Köpfe" bei Wacker Innsbruck zustande kam. Die Freundschaft zwischen den Fan-Gruppierungen ging sogar so weit, dass die Eintracht-Fans während der Corona-Pandemie, von der Bergamo besonders betroffen war, auf eine Spendenaktion für die Region aufmerksam machten.
Die beiden Mannschaften standen sich aber
noch nie bei einem Turnier gegenüber – bis gestern Abend.
Und da hatten die Gäste dann deutlich mehr Grund zur Freude als die Gastgeber, denn Atalanta Bergamo schoss in der zweiten Halbzeit innerhalb nur weniger Minuten gleich drei Tore – und die Eintracht kein einziges. Immerhin hat sich die weite Anreise für die Italiener damit gelohnt.
Natürlich erklang gestern im Stadion auch wieder die Eintracht-Hymne "Schwarz-weiß wie Schnee" - und dazu passt
unsere heutige Momentaufnahme irgendwie. Diese hübschen Eiskristalle kommen von hessenschau.de-Nutzer Louis aus Kassel.