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Liebe Leserinnen und Leser,
die Sonne, die wir gerade wieder genießen können, ist die Urkraft des Lebens. Alles Wachsen, Blühen und Gedeihen stammt von ihrem Licht und ihrer Wärme. Um so mehr fasziniert mich die Nachtkerze, diese anspruchslose und sehr verbreitete Pflanze, deren gelbe Blüten sich erst am Abend öffnen, wenn es dunkel wird. Man kann dabei zuschauen, wie sich die Blüten öffnen. Das kann manchmal binnen einer halben Minute geschehen. Eine Pflanze, die ausgerechnet nachts blüht? Wie faszinierend! Es gibt – übertragen auf unser eigenes Leben – vielleicht zwei Situationen, in denen Menschen zum Blühen kommen. Bildlich gesprochen am Tag, in der Sonne einer Liebe oder einer Begeisterung, in der ganzen Kraft und Energie eines Lebensstroms. Das Symbol dafür ist die Sonnenblume. Sie folgt – solange Blüten und Blätter noch jung und grün sind - mit ihrem Kopf dem Lauf der Sonne. Ein Sinnbild für die Lebenskunst, sich immer dem Licht und dem Leben zuzuwenden. Aber im Schatten zu blühen, in der Nacht, das ist die geheimnisvolle Lebenskunst der Nachtkerze. Aufs Leben übertragen heißt das für mich: schwierige Situationen, Schattenseiten, Krisen nicht wegwünschen, das wird ein Krampf und bringt nichts. Das Annehmen des Unvermeidlichen und Loslassen ist die Lösung. Und vertrauen, dass sich Wege finden, weiterzuleben und schließlich wieder neu zu blühen. Das denke ich, wenn abends die Nachtkerzenblüte aufspringt und sich so ungewöhnlich schnell öffnet, als fiele die ganze festgehaltene Spannung in einem einzigen Moment ab und gäbe erst im Loslassen dem Blühen eine neue Chance. Manchmal ist das Ja zu den dunkleren Realitäten des Lebens auch wie eine Befreiung. Wie sprechen am Sonntagmorgen in hr1 ausführlich mit einem Psychologen über diese heilsame Annahme des "Schattens". Abseits solcher Gedanken, zu denen die Nachtkerze mich anregt: Es ist einfach faszinierend, abends den Tag im Garten ausklingen zu lassen und zu staunen, dass, wenn die Schatten kommen und die Nacht, der Garten zu blühen beginnt! Ob in der Sonne oder im Schatten: ich wünsche Ihnen ein wunderschönes Wochenende sommerlichen Aufblühens.
Herzlich, Klaus Hofmeister, hr Religion & Kirche
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Schatten – wohltuend und geheimnisvoll
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hr1 am Sonntagmorgen | 10. August, 6 – 10 Uhr
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Endlich Schatten – Erholung pur © picture alliance dpa-Zentralbild Sebastian Willnow
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Über 30 Grad zum Wochenende: der Sommer ist zurück. Und damit die Erfahrung, wie wohltuend Schatten ist. Im Schatten können wir aufatmen, da ist gut sein. In Spanien darf sogar das Essen auf Schattenplätzen im Restaurant teurer verkauft werden als in der Sonne. Wo Licht ist, ist auch Schatten, weiß der Volksmund. Und tatsächlich werden wir Menschen den Schatten nicht los, können ihm nicht entkommen.
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ARD-Reihe "Quellen der Kraft": In Bewegung bleiben (6/7)
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Camino | hr2-kultur | Sonntag, 10. August, 11:30 Uhr
Camino | hr INFO | Sonntag, 10. August, 13:05 Uhr
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Kraftquelle Bewegung – Wie Sport unsere Psyche stärkt © Matthias A. Schmidt, SR Grafik WDR, Matthias Recht
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Sport hilft dem Saarländer Michael Krauser, Stress abzubauen – und lässt ihn trotz einer Erkrankung lebensfroh und dankbar bleiben. Als Jugendlicher spielt er Fußball. Später reist er mit dem Fahrrad um die Welt. Mit Anfang 20 folgt die unerwartete Diagnose: Typ-1-Diabetes. Gesundheit wird fortan ein zentrales Thema. Auch für die 43-jährige Bibliothekarin Abou Kamar sind Sport und Bewegung eine wichtige Kraftquelle. Zwei Lebensgeschichten, die zeigen: Bewegung kann Gesundheit fördern und Lebensqualität schenken.
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"Akutstation Psychiatrie" – Vierte Folge der hr-Doku-Serie: Gefangen im Trauma
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hr-fernsehen | Mittwoch, 13. August, 22:00 Uhr und alle fünf Folgen schon jetzt in der ARD Mediathek
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Ausweg aus dem Trauma © hr/Sebastian Reimold
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Die alte Dame, die unter einem Kindheitstrauma leidet, hat wieder akute Suizidgedanken. Das Team reagiert und die Psychologin beginnt, mit der alten Dame an ihrem Trauma zu arbeiten. Gleichzeitig entwickeln sie gemeinsam eine Strategie, wie sie mit Suizidgedanken umgehen kann. Auch andere Patienten lernen in der Musik- und Kunsttherapie mit ihrer Gefühlswelt in Berührung zu kommen. Was können sie sich Gutes tun, um aus der Endlosschleife der negativen Gedanken herauszufinden?
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"Akutstation Psychiatrie" in der ARD Mediathek
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"Akutstation Psychiatrie" – Fünfte Folge der hr-Doku-Serie: Leben mit der Krankheit
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hr-fernsehen | Donnerstag, 14. August, 22:00 Uhr und alle fünf Folgen schon jetzt in der ARD Mediathek
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Mit Diagnosen leben können © hr/Sebastian Reimold
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Nicht alle Krankheiten sind vollständig heilbar. Das gilt auch für psychiatrische Leiden. Die junge Anorexie-Patientin und die an einer Alkoholsucht erkrankte Patientin scheinen auf einem guten Weg. Trotzdem geht es für sie, wie für alle Patientinnen und Patienten der Akutstation darum, einen Weg zu finden, wie sie mit ihrer Erkrankung dauerhaft leben können. Auch die Oberärztin muss sich in der Radiologie der Klinik als Patientin vorstellen und anschließend lernen, mit einer Diagnose zu leben.
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ARD-Reihe "Quellen der Kraft": Schönes schaffen (7/7)
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Camino | hr2-kultur | Sonntag, 17. August, 11:30 Uhr
Camino | hr INFO | Sonntag, 17. August, 13:05 Uhr
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Schönes schaffen – Kraft schöpfen © Imago Images
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"Wenn ich tanze, vergesse ich alles. Den schlimmsten Anruf und die verzweifeltsten Betroffenen". Deborah Buschendorf ist Polizistin. Sie verhindert Verbrechen und schützt damit Opfer. Zweimal die Woche streifen sie und ein Dutzend weiterer Polizistinnen die Uniformen ab und tauchen ein in Klang und Farbe. Als Tanzgruppe Police Revolution bringen sie zum Beispiel die Ostergeschichte auf die Bühne mit Dancefloor, Hiphop und akrobatischer Gymnastik.
Susanne Müller-Kölmel und ihre Mal-Schülerinnen schöpfen dagegen Kraft beim Malen und Gestalten. Einmal die Woche steht die Künstlerin aus Solingen ihren langjährigen MalschülerInnen beim Kunstkurs der VHS zur Seite.
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Unser Reformator – Nidda feiert Johannes Pistorius zum 500sten
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hr4 | Gemeindeporträt | Sonntag, 10. August, 8:40 Uhr
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Nidda feiert: 500 Jahre Johannes Pistorius © Stadt Nidda
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Mit einer großen Kampagne im Stadtbild und in den Sozialen Medien ehrt Nidda den Reformator Johannes Pistorius. Das Motto lautet: Johannes Pistorius: Unser Reformer. Für Toleranz und Vielfalt. "Selber denken" ist einer seiner Leitsprüche, mit denen er 1526 die Reformation in Nidda eingeführt hat. Er war zunächst Bäcker, studierte dann Theologie und amtierte auch als Priester in Nidda, wo er dann einer der maßgeblichen Kräfte bei der Einführung der Reformation wurde. In den 30er Jahren des 16. Jahrhunderts schrieb er zusammen mit Luther und Melanchthon an der Confessio Augustana. Persönlich erlebte er viele Schicksalschläge, von acht Kindern überlebten sieben, seine Frau kam bei einem Unfall ums Leben. Warum die Stadt so stark einsteigt in das Gedenken, hängt auch mit der politischen Situation der Stadt zusammen, wo die AfD überdurchschnittlich abschnitt und den Botschaften, die Pistorius hinterlassen hat: "Haltung zeigen", "Menschlichkeit beweisen" zum Beispiel.
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Manchmal braucht es Mut, die eigene Komfortzone zu verlassen, um zu wachsen.
hr1 | Sonntagsgedanken | Sommerreihe, jeweils ca. 7:45 Uhr
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Mut ist, neue Wege zu gehen, auch wenn man nicht weiß, wohin sie führen. Darum geht es auch in der 6. und 7. Folge der Sommerreihe der hr1 Sonntagsgedanken "Mit Popsongs auf Sinnsuche". Mehr zur Reihe und ihre Autor*innen gibt es hier.
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Sonntag, 10.08. Gloria Gaynor "I Am What I Am"
Autorin Cäcilia Hickl findet: Anpassung ist oft gut, sie hilft beim Zusammenleben. Aber wenn ich verstecken muss, wer ich bin oder was mir wichtig ist, wenn ich eben nicht ich selbst sein kann, wird daraus vielleicht eine schmerzhafte Lebenslüge.
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Sonntag, 17.08. Bob Dylan "Forever young"
In Bob Dylans Song "Forever young" geht es für Autor Stefan Herok nicht um „ewige Jugend“, die vor dem Altwerden zu fliehen versucht. Es geht um den Mut, sich auch als Erwachsene "kindhafte" Eigenschaften zu erhalten.
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Claudia: Kuscheltiere aus den Klamotten von Verstorbenen
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YOU FM | Porträt | Sonntag, 17. August, ca. 9:15 Uhr
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Claudia näht für Trauernde © Claudia Plociennik
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Stell dir vor, du verlierst einen geliebten Menschen. Aber da liegt noch der Lieblings-Hoodie der Person. Riecht noch wie damals. Wegwerfen? Auf keinen Fall. Daraus kann etwas Neues entstehen – zum Festhalten, Drücken und Trösten. Claudia näht die Kuscheltiere zum Beispiel aus Hemden, Pullis oder auch T-Shirts. Immer mehr Trauernde wünschen sich genau das. Sie näht pro Monat 2-3 Kuscheltiere. Ehrenamtlich und kostenlos. Das gibt ihr viel zurück.
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