|
Schönen guten Abend!Es gibt bei "Hessen am Abend" immer einen sogenannten Redaktionsschluss, der meistens so gegen 16 Uhr liegt. Das bedeutet: Was danach passiert, findet hier keine Berücksichtigung mehr, denn das Ganze muss ja auch noch geschrieben und dann einmal als Newsletter und einmal als Artikel für hessenschau.de aufbereitet werden. Das kostet alles Zeit, und das Produkt heißt schließlich "Hessen am Abend" und nicht "Hessen bei Nacht" – wobei das auch ein schöner Titel wäre. Deswegen gibt es manchmal Dinge, die zwar am Vortag passiert sind, aber trotzdem nicht ihren Weg in "Hessen am Abend" gefunden haben. So wie diese Meldung: Meine Kollegin Heike Borufka wurde gestern mit dem Hessischen Journalistenpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Und das möchte ich hier auch rund 24 Stunden später unbedingt noch erwähnen, weil ich ein großer Fan ihrer Arbeit bin. In unserem heutigen Morgenticker hat mein Kollege Fabian Weidenhausen in diesem Zusammenhang die Jury des Hessischen Journalistenpreises sehr treffend zitiert: Borufka steht für Qualitätsjournalismus, der auf Fakten und gründlichen Recherchen basiert (...) Sie verstehe es, kompliziertes Strafrecht auch für Laien verständlich zu erklären.Genau so ist es. Deswegen an dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch, liebe Heike! Du hast den Preis mehr als verdient! |
|
|
|
|
Unsere heutige Momentaufnahme zeigt etwas, das von der Form her auch eine dieser Plexiglas-Figuren sein könnte, die man bei so einer Preisverleihung überreicht bekommt. Stattdessen handelt es sich aber um die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Ganz unten am Bildrand sieht man übrigens den Platz, auf dem jeden Sommer das große Europa Open Air mit dem hr-Sinfonieorchester stattfindet. Aber das nur nebenbei. |
|
|
|
 | Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Das Foto hat uns hessenschau.de-Nutzer Siegfried Lutsch geschickt. |
|
|
"Wir wollen keine Hexenjagd - aber alle Härte, die rechtlich möglich ist"An einer Dietzenbacher Gesamtschule soll ein Lehrer mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) Bilder einer Schülerin in pornografische Darstellungen eingefügt haben. Im Gespräch mit dem hr zeigt sich der Vorsitzende des hessischen Elternbundes, Korhan Ekinci, entsetzt. Ein vergleichbarer Fall, "in dem eine Lehrkraft eine Schülerin auf diese Weise ja nicht nur beleidigt, sondern auf eine unfassbare Weise in Szene gesetzt hat", sei ihm nicht bekannt. Zu KI sagt er: "Wir können jetzt nicht die Verbotskeule schwingen, das wird nicht funktionieren. Die Büchse der Pandora ist geöffnet." Von der Schule erwartet er, dass der Lehrer keinen Kontakt mehr zu Schülerinnen und Schülern bekommt. Man wolle aber auch keine Hexenjagd veranstalten. "Wir wollen jetzt nicht mit Mistgabeln diese Personen suchen. Uns ist klar, dass es sich um eine negative Ausnahme handelt. Aber hier müssen wir alle Härte zeigen, die rechtlich möglich ist", so Ekinci. |
|
|
|
 | Korhan Erinci ist Vorsitzender des Elternbundes in Hessen. Bild © hr |
|
|
Gießen führt doppelte Waffenverbotszone einGießen reiht sich in die Riege hessischer Städte mit Waffenverbotszonen ein. Ab dem 1. November muss mit bis zu 10.000 Euro Bußgeld rechnen, wer im Kneipenhotspot Ludwigstraße oder in der westlichen Hälfte der Gießener Innenstadt innerhalb des Anlagenrings eine Waffe dabeihat. Derartige Zonen gibt es bereits in Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt, Kassel, Bad Hersfeld und weiteren Städten. Die Verbotszone in der westlichen Innenstadt gilt dann täglich von 13 bis 6 Uhr. In der Ludwigstraße zwischen Bismarck- und Liebigstraße, einem Kneipenviertel, greifen die Regeln von Donnerstag bis Sonntag jeweils von 22 bis 6 Uhr. Damit das Gesetz greift, müssen die Waffen laut Stadt griffbereit sein. Verpackte Brotmesser im Rucksack etwa würden nicht unter die Regel fallen, ein ausgepacktes Brotmesser in der Hosentasche hingegen schon. |
|
|
|
 | Gießen führt Waffenverbotszone in zwei Bereichen der Stadt ab November ein. Bild © picture-alliance/dpa |
|
|
Zoll entdeckt 51 Kilo Kokain auf AutobahnraststätteZoll und Polizei haben bei einem 37-jährigen Mann und einer 27-jährigen Frau an der A3 bei Wiesbaden in einem Lieferwagen eine beachtliche Menge Kokain gefunden. Sie befanden sich in den doppelten Böden eines Holzschranks. Insgesamt handelt es sich um 51 Kilogramm der Droge. Der 37-Jährige ist nicht zum ersten Mal in diesem Zusammenhang aufgefallen. Bereits im Januar und im Juli 2025 soll er für zwei weitere Einfuhren von Kokain nach Deutschland mit einem Gesamtgewicht von rund 41 Kilogramm verantwortlich gewesen sein. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen wurden zudem in Frankfurt, im Rheingau-Taunus-Kreis sowie bei einem mutmaßlichen Mittäter in Marburg Wohnungen durchsucht. Es wird vermutet, dass das Kokain in eine Lagerhalle im Kreis Offenbach gebracht werden sollte. |
|
|
|
 | Der Kokainfund wurde sichergestellt. Bild © Zollfahndungsamt Frankfurt am Main |
|
|
Weitere Themen auf hessenschau.de |
|
|
|
 Bild © picture alliance/dpa | Marijan Murat | Nach Übergriffsvorwürfen: Neue Maßnahmen bei Frankfurter Polizei angekündigtNachdem gegen mehrere Beamte des 1. Polizeireviers Frankfurt ermittelt wird, soll sich einiges ändern. Ein neuer Revierleiter ist bereits eingesetzt, eine zentrale Meldestelle soll künftig auch anonymen internen Hinweisen nachgehen. | |
|
|
 Der Corona-Untersuchungsausschuss kann seine Arbeit nun in abgespeckter Form aufnehmen. Bild © Benjamin Holler, hr | Corona-U-Ausschuss darf nur hessische Fragen behandelnDie hessische AfD will im Landtag klären, welche Versäumnisse es in der Corona-Politik gab. Der Untersuchungsausschuss ist eingesetzt, ließ die Arbeit aber ruhen, bis gerichtlich geklärt ist, womit er sich überhaupt beschäftigen darf. Das Urteil des Staatsgerichtshofs bringt nun Klarheit - und eine Klatsche für die AfD. Aber nicht in allen Punkten. | |
|
|
 Auch in Hessen sind in den vergangenen Tagen mehrere tote Kraniche entdeckt worden. Bild © picture-alliance/dpa (Archiv) | Mehrere tote Kraniche entdeckt - Nabu warnt vor VogelgrippeIn mehreren Bundesländern grassiert die Vogelgrippe - jetzt auch mit Verdachtsfällen in Hessen. Der Nabu ruft dazu auf, tote oder kranke Wildvögel auf keinen Fall anzufassen. Besonders betroffen sind Kraniche, die derzeit auf ihrem Zug in den Süden sind. | |
|
|
Streaming-Tipp: Auftrag LuxusWenn Sie und ich reisen, sieht das anders aus, als wenn Reiche reisen. Da fährt man nicht mit dem Shuttlebus vom Flughafen zur Unterkunft, sondern im Porsche. Dafür sorgen zum Beispiel Hoteldirektor Dominik Ritz und Front-Office-Managerin Ruth Thesing vom Schlosshotel Kronberg bei Frankfurt. Sie sind zwei der Protagonisten der neuen Staffel "Auftrag Luxus", die ab sofort in der ARD-Mediathek verfügbar ist. Neben luxuriösem Reisen geht es auch um Beauty, Gärten, Essen und Hypercars. Sehr sehenswert! |
|
|
|
|
Audio-Tipp: Protestieren, kämpfen, chillen? Was die junge Generation will.Von Nepal über Marokko, von den Philippinen bis nach Peru – überall gehen junge Menschen auf die Straße. Sie protestieren gegen Unterdrückung, kämpfen für Klimaschutz, fordern Bildung, Gerechtigkeit und Mitsprache. Auch in Deutschland wächst der Wunsch nach Veränderung. Was genau treibt die junge Generation weltweit auf die Straßen? Welche Visionen hat sie für die Zukunft – und was unterscheidet oder verbindet sie über Ländergrenzen hinweg? Darum geht es in dieser Folge unseres Podcasts "Der Tag. Ein Thema, viele Perspektiven" in der ARD-Audiothek. |
|
|
|
Eins noch ..."Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" ist der Titel eines Filmklassikers aus dem Jahr 1965. Angelehnt daran könnte man das, was alljährlich in Oregon (USA) passiert, auch "Die tollkühnen Männer in ihren schwimmenden Kürbissen" nennen. Denn so wie es im Film um ein Rennen in der Luft geht, setzen sich in der Kleinstadt Tualatin Menschen in Kürbisse, um damit ein Rennen auf dem Wasser zu veranstalten. Das ist zwar spektakulär anzusehen, würde aber vermutlich eher nicht genug Stoff für einen Film mit einer Laufzeit von zwei Stunden und 18 Minuten bieten. Für eine Story der Kolleginnen und Kollegen auf Instagram reicht es aber allemal.Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Bis morgen!Ihr Sven-Oliver Schibat (würde vermutlich auch in der Original-Version kein Wort verstehen, findet das hier aber trotzdem schön - Link führt zu Instagram) Redaktionsschluss: 22.10.2025, 16 Uhr P.S.: Leiten Sie "Hessen am Abend" gerne weiter! Man kann unseren Newsletter übrigens hier abonnieren. P.P.S.: Sie haben Anregungen oder Feedback für uns? Dann schreiben Sie uns doch einfach über unser E-Mail-Formular! |
|
|
|